Sonny Rollins

Eigentlich wollte ich mir ja neue Jeans besorgen aber stattdessen blieb ich im CD-Geschäft hängen und kaufte mir den „Saxophone Colossus“ (1956) von Sonny Rollins. Das war wahrscheinlich eine Initialzündung denn der junge Verkäufer legte mir aus Versehen zwei Exemplare in die CD-Hülle und Jahre später sollte ich das Solo von „St. Thomas“ an meiner Jazzschulabschlussprüfung spielen.  Und unter uns: „St Thomas“ war das Lieblingsjazzstück von meinem musikalischen Hund-wir tanzten zusammen dazu.

Sonny Rollins ist einfach ein echt cooler Musiker und Komponist. Seine Phrasen sind so musikalisch, seine rhythmischen Verschiebungen eine Freude und verraten seine karibischen Wurzeln.  Sein charismatischer, kerniger Sax-Sound und sein teils „witziges“ Spiel inspirierte mich. Tatsächlich hatte Sonny auf der Hinfahrt zu einem Gig im Taxi schon mit dem Konzert zu spielen begonnen.  Und von 1959 bis 1961 lebte er von der Öffentlichkeit zurückgezogen, hörte auf zu Rauchen und trank keinen Alkohol mehr. In dieser Zeit lernte er nach eigener Aussage das Saxophonspielen neu.  Da dies seinen Nachbarn zu laut war,  übte er sein Instrument auf der Williamsburg Bridge in New York City.  „Ich bin mir sicher, Jazz ist die freieste, radikalste, herrlichste musikalischste Ausdrucksform, um sich die Welt schön zu gestalten! Gerade weil einem der Jazz ein unglaubliches Mass an Überschwänglichkeit, Kreativität und Magie bietet. Jazz bringt dich weiter.“- Sonny Rollins 2008

Foto: By Bengt Nyman (Flickr: IMG_8259-1) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

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